Wach auf und träume!

Meine geschätzte Kollegin – Petra Schuseil – hat mich eingeladen, für ihren „Adventskalender“ zu schreiben. Das habe ich gern gemacht. Danke, Petra!
Dieses Thema „weniger ist mehr“ zum Motto eines Adventskalender zu machen, ist jetzt genau richtig. Denn der Spätherbst und die Winterzeit laden ein zu mehr Besinnlichkeit und Nachdenken. Und hin und wieder blitzt dann auch der Gedanke auf, was wäre, wenn …
Wovon träumen Sie, wenn Sie von der Zukunft träumen?
Diese Frage habe ich vor kurzem in meiner Kollegen-Supervisionsgruppe gestellt und wunderbar inspirierende und nachgerade verführerische Antworten bekommen, tatsächlich etwas anders zu machen im Leben.
Und das ist es, was für mich in dem Thema „weniger ist mehr“ steckt: Nicht weniger, sondern anders.
Und so sehen die Antworten aus, die ich von meinen geschätzten Kolleginnen bekommen habe:
Ach, da könnte ich aufatmen, durchatmen und ausatmen.
Die Zeit würde sich ausdehnen und ich hätte große Zeiträume zur Verfügung. Freiräume.
Ich würde mich immer wieder darauf besinnen, nicht zu viel in mein Leben hineinzupacken. Das finge schon bei meinem Kühlschrank an. Schließlich bin ich kein Hamster!
Ich wähle bewusst aus, mit wem ich umgehe, wann und wie lange und auch mit welchen Informationen.
Multitasking hätte in diesem Leben keine Chance! Just one thing at a time… 
Ich wäre tatsächlich auf „Empfang“ und würde wirklich zuhören, statt gleichzeitig zu machen, zu machen und zu machen…
Rituale helfen mir in Zukunft, bewusster mit mir und meinem Umfeld umzugehen.  Ich meditiere, bete, singe und ziehe mich mehrmals täglich für eine Weile zurück.
Ich gehe viel in die Natur.
Glück kommt von innen! Dafür gibt es keine App! Und dafür ist jeder allein verantwortlich.
Wenn ich mehr in mir ruhe, habe ich mehr Selbstvertrauen in mich und Vertrauen in die Anderen. Was wäre mir dann alles möglich!!!!
Neue Fragen kämen auf: Wer bin ich? Wer will ich sein? Was soll durch mich in die Welt kommen, was in Zukunft wirklich einen Unterschied macht? Und wie fange ich an?
Mich selbst reflektieren und mein inneres Wissen kennen lernen. Meine inneren Gewissheiten werden stärker. Selbstreflexion führt zu mehr Selbstvertrauen. Schließlich auch zu mehr Gestaltungskompetenz. Würde jede und jeder sich seiner eigenen „inneren Entwicklungsabteilung“ (3) bewusst sein und diese hegen und pflegen, würden wir in einer ganz besonderen Kultur leben. Selbst-Verantwortungskultur heißt das Zauberwort zu einer anderen Gesellschaft.
Und wovon träumen Sie, wenn Sie von Ihrer Zukunft träumen? Fangen Sie an:
Wach auf und träume! (2)
Und hier geht’s zum Blog von Petra Schuseil:
lebenstempo-blog
1) Hanna Schygulla, Wach auf und träume. Die Autobiographie. München 2013, Schirmer/Mosel
2) Ebenda
3) Vortrag: Rückbilder, Vorbilder und Bilder spendender Identifikation, Dr. Reinhold Bartl, Kindertagung Heidelberg 2013

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Kommentare

Wach auf und träume! — 2 Kommentare

  1. Liebe Ingrid, super Deine Frage nach den Träumen in der Zukunft … sehr inspirierend finde ich das. Schön, dass Du bei meiner diesjährigen Adventskalenderaktion dabei bist.

    Fast alle Antworten gefallen mir, diese besonders: „Ich wähle bewusst aus, mit wem ich umgehe, wann und wie lange und auch mit welchen Informationen“.

    Schöne Adventszeit. Herzlich. Petra

  2. Danke, Petra. Deine Adventskalenderaktion hat mich inspiriert, diese Fragen zu stellen. Dafür erstmal einen Dank an Dich! Auch ich bin begeistert von diesen wunderbar anregenden Antworten. Sich träumend der eigenen Ziele bewusst zu werden und sie schließlich zu realisieren, ist eine sehr erfolgreiche Methode, weil es das gesamte eigene Wissen freisetzt – das bewusste und das innere Wissen. Die Auseinandersetzung mit den „inneren Bildern“ und den eigenen Gewissheiten macht es möglich, das zu tun, was einem wirklich am Herzen liegt: Beruflich und privat! Nach dem Motto: Erträumen Sie sich Ihre Ziele! Herzliche Grüße in die Schweiz! Ingrid

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